Krankenkassenfahrten

Fahrten im Auftrag von Krankenkassen sichern kranken und bedürftigen Menschen ein hohes Maß an Mobilität. Davon machen meist diejenigen Gebrauch, die selbst nicht oder nicht mehr fahren können, und zum Arztbesuch nicht von Familienangehörigen oder Freunden begleitet werden können.

Die Fahrten im Auftrag der Krankenkassen haben in Deutschland eine Tradition, die lange zurück liegt.

1974 galt als Grundlage für die Beförderung von Kranken mit Taxis oder Mietwagen noch die RVO, die Reichsversicherungsordnung. Danach mussten Krankenkassen diejenigen Fahrten übernehmen, die im Zusammenhang mit einer ärztlichen Leistung vom Mediziner als notwendig erachtet wurden.

hilfe

1983 wurde eine Eigenbeteiligung von 5,00 DM eingeführt.

1988 (im Jahr vor der Gesundheitsreform) beliefen sich nach Expertenberechnungen die Kosten für Krankenfahrtenausgaben im Taxi und Mietwagen auf 570.387.807.00 DM (291.634.654,85 Euro). Die Krankenfahrten mit KTW / RTW / NAW lagen demnach bei 894.177.678,00 (457.185.787,11 Euro). Umgerechnet auf einen Versicherten kosteten die kompletten Krankenfahrtenausgaben im Taxi und Mietwagen bei 15,32 DM (7,83 Euro), bei KTW / RTW / NAW 24,46 DM (12,51 Euro).

2012 sahen die Zahlen wie folgt aus: Taxi und Mietwagen 909.115.011,00 Euro (pro Versicherter 13,04 Euro), KTW / RTW / NAW 2.850.078.734,00 (pro Versicherter 40,89 Euro).

Mitarbeit: Gisela Spitzlei / spitzlei-abrechnungen.de