Autonomes Fahren

Das Fortbewegen mit selbstfahrenden Autos ist ein Szenario, das in immer greifbarere Nähe rückt. Dabei scannt ein Computer permanent und in Echtzeit die Umgebung des Fahrzeuges und reagiert auf Signale, Schilder und Objekte in seiner Nähe.

Eine Rückkopplung an den Motor und die Lenkung des Fahrzeuges erlaubt es dem System, den Fahrgast an seine Destination zu verbringen.

Die Versprechen von selbstfahrenden Autos sind groß. Zum einen soll sich der Komfort der Mobilität erhöhen. Zum anderen wird versprochen, dass Fehlverhalten durch menschliche Fahrer umgangen werden können, die häufig Hauptursache für Autounfälle sind.
Allerdings muss hier betont werden, dass Fehler von Maschinen oder künstlichen Intelligenzen von Menschen deutlich sensibler wahrgenommen werden als menschliche Fehler. Das zeigte auch der erste tödliche Unfall eines selbstfahrenden Autos am 18.03.2018 in Tempe, Arizona. Während täglich tausende Personen durch menschliches Fehlverhalten im Straßenverkehr sterben und hier kein öffentlicher Aufschrei olgt, war die Presse in diesem Fall groß.

Die Öffentlichkeit war erzürnt über den Todesfall. Die Reaktionen waren eine Einstellung der Testbetriebe von Uber und eine umfangreiche Untersuchung des Falls. Das Beispiel zeigt, dass autonomes Fahren eben nicht nur eine Frage der Technologie, sondern vor allem eine Frage der öffentlichen Akzeptanz ist.

Darüber hinaus ist ein hoch ausgebautes mobiles Datennetz Grundvoraussetzung, um effektives autonomes Fahren zu ermöglichen. Da ein solches Netz nur in modernen Städten vorhanden ist, ist das Szenario wohl, wenn überhaupt, vorerst eine urbane Lösung.
Für die gewerbliche Personenbeförderung ist dieses Thema natürlich von enormer Bedeutung. Denn autonome Personenbeförderung ist ein zumindest denkbares Szenario. Doch ist das Taxi eben mehr als nur ein Beförderer. „Ein selbstfahrendes Auto verstaut eben keinen Rollstuhl im Kofferraum oder trägt auch keine Einkaufstüten zur Wohnungstür.“ sagte Michael Müller, Präsident des BZP. Wo Menschen befördert werden, bedarf es immer einer helfenden Hand.

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